Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Die SPD – mehr Transparenz und mehr Volkspartei wagen!

Die SPD braucht eine Kursänderung

Durch sämtliche Gesellschaftsschichten muss die SPD derzeit als „die Katze im Sack“ oder ein unberechenbares Chamäleon wahrgenommen werden. So zwanghaft ist bei der SPD inzwischen der Drang, wieder an die Regierungsmacht zu gelangen. Das spiegelt sich beginnend in der albernen Aussage von Peer Steinbrück wider, unter Angela Merkel kein Regierungsamt übernehmen zu wollen bis zu den realitätsfernen Wahlversprechen ausgerechnet an die Stammwählerschaft. Vorstellungen u. a. von einer nicht notwendigen Anhebung des Rentenalters, Lohnausgleich für die Betreuung Angehöriger strapazieren selbstredend auch den gesunden Menschenverstand traditioneller SPD-Wähler. Das ist schlichter Populismus. „Für bestehende Ehen soll das Ehegattensplitting beibehalten werden“ entbehrt jeglicher Logik und kann nur als Anbiederung an die konservativen (kinderlosen?) SPD-Wähler verstanden werden. Das Thema PKW-Maut mag kontrovers sein, aber warum sie ausgerechnet aus sozialen (hier wäre ja Staffelung denkbar) und ökologischen Gründen falsch sein soll, obwohl jeder weiß, dass Auto fahren kostet und moderne Infrastruktur für unser Land unumgänglich ist?

Schade ist, dass so die sonst überwiegend vernünftigen Konzepte der SPD verschwimmen, wenn nicht gleich untergehen. Das war zu Zeiten Schröders und Steinmeiers als Kanzlerkandidaten, die Transparenz und die Positionierung als Volkspartei aller potenziellen Wähler betreffend deutlich besser! So bleibt aktuell ein undurchsichtiger Zick-Zack-Kurs zwischen Anbiederungen an die Ideenwelten DER LINKEN (Nahles) und Hände schütteln in den Vorstandsetagen der großen Unternehmen (Steinbrück). Und Gunter Gabriel sitzt scheinbar zwischen den Stühlen, obwohl sich jeder denken kann, dass er eher an einem Gala-Abend der Volkswagen AG teilnimmt, als sich um Belange von Leiharbeitern zu kümmern. Und Steinmeier?

Dabei ist es prinzipiell recht einfach, Mehrheiten zu gewinnen. Nämlich, indem man Mehrheiten für sich gewinnt, für seine Ideen mobilisiert und dabei transparent ist, auf Populismus weitgehend verzichtet und innerparteilich eine klare Linie fährt.

Wenn das Gelingen eines Gesellschaftssystems auf der Etablierung eines möglichst breiten Mittelstandes fußen soll, braucht es eben auch eine Partei der Mitte. Das heißt nicht, dass sich die unterschiedlichen Flügel einer Volkspartei bis zur Verflüssigung von progressiven Ideen zu Kompromissen entschließen sollen. Aber die Rückkehr zu ideologischen Grabenkämpfen, Verteilungskämpfen untergräbt genau das, was die SPD ausmachen sollte:

Solidarität mit jedem einzelnen in unserer Gesellschaft, durch alle Schichten! Solidarität!

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2 Kommentare zu “Die SPD – mehr Transparenz und mehr Volkspartei wagen!

  1. rotkehlchen
    22. September 2013

    die spd sollte mal ausfuehrlich erklaeren was solidaritaet bei ihren einzelnen sozialen zielen bedeutet.

    • zeitspiegel
      22. September 2013

      Vielleicht kannst du/können Sie zur Erläuterung etwas beitragen? 😉

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 22. September 2013 von in Politik und getaggt mit , , , , , , , , , , , .
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