Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Ad Spiegel-Titel 19/2012

Das wesentliche Erfolgsgeheimnis von Facebook ist die Unverbindlichkeit der Kommunikation. Jede email, jeder Telefonanruf, jede SMS verlangt mehr oder weniger nach einer Reaktion. Facebook ist wie die Litfaßsäule an der nächsten Straßenecke. Man schaut hin oder läuft einfach vorbei. Der Haken ist allerdings, dass diese moderne Litfaßsäule einen im Gegenzug regelrecht durchleuchtet.

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2 Kommentare zu “Ad Spiegel-Titel 19/2012

  1. cosima1973
    13. Juli 2012

    Facebook ist die vermeintliche Vernetzung mit vielen Freunden, die oft in Einwegkommunikation endet. Man stellt etwas rein, es wird vielleicht gesehen, ab und an ignoriert, verläuft im Sand. Hat man eine Weile die Illusion der Kommunikation, weicht diese bald der Ernüchterung, dass man eigentlich oft alleine dasitzt und ins Leere schreit. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

    Was immer zu fragen bleibt: was bewegt einen, sein Leben, seine Gedanken, seine Bilder in eine öffentliche Plattform zu stellen, was bewegt einen, andere – oft unbekannte – auf eine solche Art in die eigene Stube zu holen?

    • zeitspiegel
      13. Juli 2012

      Ich denke, Facebook ist kein wirkliches Kommunikationsmittel,
      eher ein Werkzeug zur Präsentation. Ich muß mir auch immer bewußt
      machen, dass das Web mit Vorsicht zu genießen ist. Im Web kann
      alles nur oberflächlich bleiben. Es sei denn, es gibt auch einen
      Bezug zum real life. Was bewegt einen, öffentliche Plattformen zu
      suchen? Da hilft nur gesunde Selbstreflexion. Ein Mitteilungsbedürfnis,
      eine gewisse Extrovertiertheit gehören dazu. Für manche ist es vielleicht
      auch das einzige Medium, um der sonstigen Introvertiertheit zu entfliehen.
      Ich persönlich bevorzuge – momentan! – ja Twitter. Es kann inspirierend sein,
      aber es ist immer ein Seiltanz, nicht zuviel Tiefgründigkeit darin zu vermuten.
      Nahezu die Hälfte der Twitterer sind ja offensichtlich nicht authentisch.
      Ich werde sicher demnächst einen blog veröffentlichen „Selbstversuch auf Twitter“.
      Es kann gut sein, dass mich Twitter irgendwann ernüchtert, da die Tiefe fehlt,
      aber wer Sprache liebt, findet auf Twitter immer mal wieder Inspirierendes oder
      auch profan Lustiges. Nicht alles im Leben braucht Tiefgang.
      Grüße in die Schweiz!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13. Mai 2012 von in Uncategorized und getaggt mit , , , .
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