Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Die Frauenquote schwarz auf weiß

Ein Satz politischer Unkorrektheit sei gestattet. Im „Zickenkrieg“ zwischen Ursula von der Leyen und Kristina Schröder darf man die Fakten nicht unter den Tisch fallen lassen. Drei Prozent Frauenanteil in den Chefetagen der großen deutschen Unternehmen klingt nicht nur armselig, es ist definitiv diskriminierend. Es muß nochmals ausdrücklich gesagt werden, worum es bei der Frauenquote geht: Nur bei mindestens gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt in die Führungsetagen integriert werden. Und es gibt eine große Anzahl Frauen, die mehr als hochqualifiziert genug sind, um endlich in den Entscheidungsgremien unserer Unternehmen zu partizipieren. Also ist darüber im Grunde keine Debatte zu führen. Frau von der Leyen hat Recht. Punkt. Die Frauenquote ist richtig und gerecht. Mit einem Mißverständnis sollte aber aufgeräumt werden. Zumindest vom heutigen Standpunkt und möglicherweise auch allgemeingültig ist und bleibt ein Engagement in Führungsetagen per se ein full-time-Job. Der Ruf einiger Frauenrechtlerinnen nach entsprechenden Kinderbetreuungsangeboten wirkt hier irritierend. Die Kinder sollen dann wohl fremdbetreut werden?! Wo bleibt da eigentlich der Vater? Frauen sollen Verantwortung in Unternehmen übernehmen, aber die Verantwortung für die Kinder in fremde Hände geben? Vernunftgemäß dann doch der Vater oder keine Kinder. Umgekehrt für uns doch eine Selbstverständlichkeit: Papa macht Karriere, dann bleibt Mama eben zu Hause. Diesen Gedankenschritt müssen wir auch vollziehen.   Einer Bundesministerin für Frauen – denn so ist das Amt der Familienministerin auch definiert – nicht würdig ist der naive Aufruf zur Selbstverpflichtung der Unternehmen. Wenn man den Bock zum Gärtner macht. Dann lieber den Gärtner zur Gärtnerin. Frauenquote, ja!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. Oktober 2011 von in Gesellschaft, Politik und getaggt mit , , , .
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