Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Grünes Establishment

Wer einmal dieselben Parolen schwenkt wie der politische Gegner gehört wohl zum Establishment.
Vermutlich ist es nicht das erste Mal gewesen, aber im Laufe des Rückzugs Guido Westerwelles vom FDP-Vorsitz und unter dem Licht des grünen Triumphes im Ländle, wird es wiederholt offenkundig. Die Grünen sind absolut „mainstream“! Oder? Und folgt jetzt auch der Ausverkauf?
Liebe Grüne, das ist fade: Dass Guido Westerwelle parteiintern abgesägt, wurde lässt sich anhand der innenpolitischen Bilanz der FDP im letzten Jahr gut nachvollziehen. Auch ist man als Grüner natürlich kein Freund der „Blauen“. Liberale Positionen besetzen die Grünen ja inzwischen gerne selbst. Warum Westerwelle im gleichen Atemzug aber vom Amt des Außenministers zurücktreten soll, wie unter anderem von Renate Künast gefordert, kann nur unter parteipolitischem Kalkül und fadem Populismus abgebucht werden. Haben die Grünen das nötig? Dabei hat Westerwelle im Fall Libyen eher nach grünen Prinzipien gehandelt: zurückhaltend und die Risiken berücksichtigend, die ein militärisches Eingreifen impliziert, zu Recht! Aber es soll hier nicht um Westerwelle gehen. Die Frage ist, können die Grünen noch progressiv, ohne vorhersagbare parteipolitische Reflexe oder können die Grünen bald nur noch schwäbisch, außer hochdeutsch?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 3. April 2011 von in Politik und getaggt mit , , , .
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