Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Frau Merkel, in der grossen Koalition waren Sie besser aufgehoben

Man braucht kein Prophet zu sein, um den grün-roten Wechsel in Baden-Württemberg und eventuell den ersten grünen Ministerpräsidenten für heute abend vorherzusagen. Blass wie Merkel momentan selbst, hatte sich die CDU schon in Hamburg von der Macht verabschiedet. Merkel mutiert beim Wahlvolk mehr und mehr zum Fähnchen im Wind, während sie unvermindert der Meinung ist, die wichtigen Entscheidungen mit den Experten bzw. der Wirtschafts-“Elite“ zu treffen, den mündigen Wähler aussen vor lassend. Bestenfalls kann man ihr noch mütterliche Bemühungen unterstellen, es allen Recht machen zu wollen. Frau Merkel, das wissen Sie auch, so funktioniert Politik auf die Dauer nicht.Und Sie könnten es besser, oder?
Hätten sie Guttenberg, wie es sich gebührt, ordentlich abgestraft für diesen unverschämten Betrug an der wissenschaftlichen Ehre, so hätten sie auf lange Sicht, trotz der Popularität Guttenbergs Vertrauen gewonnen und Ihre eigene Position gestärkt. Hätten Sie uns erklärt, dass man die im weltweiten Vergleich doch relativ sicheren deutschen AKW sinnvollerweise, wie auch von Rot-Grün vertreten, nicht von heute auf morgen abschaltet, aber in Anbetracht von Fukushima wieder in den Ausstieg einsteigt, statt eines scheinheiligen Moratoriums.Hätten Sie stärker kommuniziert, warum wir uns zurecht aus Libyen raus halten. Und würden Sie endlich Konzepte auf den Weg bringen, die ein klares Profil erkennen lassen in puncto Gesundheitsreform und Europa, gerne auch konservativ, aber wenigstens greifbar! Politik muss plastisch sein. Grosse Offenbarungen, wie zum Beispiel endlich einmal eine ehrliche Aussage eines Politikers, dass Vollbeschäftigung in Zeiten von Technisierung und Rationalisierung eine Utopie ist, erwarten wir gar nicht.Oder dass Deutschland ein multikultureller Raum ist, dem wir ein aufgeklärtes europäisches Gesicht geben können, wenn jeder seinen Teil beiträgt.
So werden Sie 2013 die Quittung bekommen, die grosse Koalition kehrt zurück, was nicht schlecht sein muss. Sie kriegen wieder eine Schulter zum Anlehnen an Ihre Seite, Frank-Walter Steinmeier. Nur werden Sie dann vermutlich nur noch Juniorpartner sein…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. März 2011 von in Politik und getaggt mit , , , , , .
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