Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Atomkraft – bitte Kühlwasser nachgiessen!

Vorneweg, der rot-grüne Atomausstieg war richtig. Erstaunlich und geradezu lachhaft dagegen ist die Verwunderung darüber, dass Naturgewalten Kernkraftwerke in den Super-Gau führen können. Vermeintlich anpackend und wahltaktisch geschickt, vollzieht Frau Merkel die Atomwende, um in Baden-Württemberg noch die Kurve zu kriegen. Doch offenbart das Abschalten einiger Akw nur, dass es in Deutschland offensichtlich risikoreichere und risikoärmere Akw gibt. Dass alle deutschen Akw ausreichenden Sicherheitsstandards genügen, offensichtlich eine Lüge. Dass der Ausstieg aus dem Ausstieg der profitgeilen (man muss es bei den satten Gewinnen der Stromkonzerne so hart formulieren) Atomlobby geschuldet ist, ist nicht wegzudiskutieren. Jetzt aber sozusagen über Nacht alle Akw endgültig vom Netz zu nehmen, weil morgen der Hunsrück bebt oder ein Harakiri-Pilot den Kühlturm sprengt, ist in puncto Energieversorgung realitätsfern und seltsam hysterisch, da auch vor Fukushima die Risiken transparent waren. Kernenergie beinhaltet ein nicht zu bändigendes Restrisiko und ist deshalb ein Auslaufmodell. Mehr denn je muss auf erneuerbare Energien gebaut werden. Unabhängige Experten müssen Konzepte auf den Tisch legen, die einen raschen Ausstieg voranbringen. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren, aber vielleicht von heute auf „übermorgen“.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. März 2011 von in Politik und getaggt mit , , , , , , .
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