Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Libyen – weder schwarz noch weiss

Man mag zu Westerwelle stehen wie man will, einen direkten Vorwurf in puncto Uno-Resolution darf man ihm nicht machen. Viele sogenannte politische Aktivisten stellen sich jetzt auf die Barrikaden und fordern militärisches Eingreifen. Ist Kundus schon vergessen? Und wem gehen wir da eigentlich zur Hand, weiß das jemand genau. Es ist schon bedauerlich, wie naiv und mitunter mehr als fahrlässig westliche „Freiheitskämpfer“ davon ausgehen, dass dem Bösen nur Gute gegenüberstehen und im Handumdrehen eine Demokratie erblüht. Siehe Irak und Afghanistan. Libyen, ein Land der Stämme/Clans. Auch muss die Frage erlaubt sein, ob wir überall etablieren dürfen, was uns gefällt. Gaddafi ist zweifellos ein gnadenloser Diktator, aber sind die Rebellen so zahme Demokraten? Völkerrechtlich bedenklich. Oder Bahrain beispielsweise. Passt uns Europäern ja auch nicht. Dabei sind die politischen Lager in Bahrain relativ zweigeteilt. Schwarzweiß-Denken, good and evil, so einfach sind politische Konflikte nicht zu lösen. Bitte etwas differenzierter, verehrte Freizeit-Guerilleros. Ob Absicht oder nicht, das muss man Westerwelle und Merkel zugestehen, die Zurückhaltung ist richtig.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19. März 2011 von in Politik und getaggt mit , , , .
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