Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Islam, Christentum und Deutschland – Kirche bitte im Dorf lassen

Historisch, dieser Begriff findet in jüngster Zeit leider selten Anwendung auf Politikeraussagen. Auch mit der Definition tut sich der ein oder andere schwer. Historie beinhaltet aber mit Sicherheit auch das letzte halbe Jahrhundert, in dem Millionen muslimisch geprägter Menschen hier Wurzeln schlugen. Also Herr Friedrich, aufgewacht, der Islam gehört zu Deutschland. Aber da hinten auf der Schulbank hat noch einer geschlafen. Herr Erdogan, Integration geht anders. Vielleicht träumt der türkische Ministerpräsident insgeheim doch von einer Islamisierung Deutschlands, zuletzt war historisch vor Wien ja Schluss. In der Tat ein Bärendienst für unsere türkischstämmigen Mitbürger. Denn ohne sprachliche Integration, also Minimum, des Deutschen mächtig zu sein, wird der Nachfolgegeneration eine qualifizierte Ausbildung weiterhin verwehrt sein. Auch historisches Faktum, siehe klassische Einwanderungsländer. Wem nützt dieser oberflächliche Populismus? Ein aufgeklärter Islam unterscheidet sich kaum vom aufgeklärten Christentum. Allerdings ist hier mehr Initiative von beiden Seiten wünschenswert. Weiterhin gönnen wir uns übrigens einen deutsch-französischen Kulturkanal namens Arte, ein zusätzlicher deutsch-türkischer „melting pot“-Kanal ist längst überfällig. Hier gilt es, einzuhaken, Herr Friedrich und Herr Erdogan.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. März 2011 von in Gesellschaft, Politik und getaggt mit , , , , , .
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