Zeitspiegel

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Skandal – Guttenberg muss auch Adelstitel zurueckgeben !

Aus gut informierten Kreisen ist zu hoeren, dass Guttenberg nicht nur bei der Doktorarbeit schummelte. Vertraute von Frau von der Leyen haben bei einer „Routinepruefung“ die Geburtsurkunde von Herrn „von und zu“ unter die Lupe genommen. Kaum fassbar, aber Karl-Theodor ist nicht blaubluetig, sondern der uneheliche Sohn von keinem geringeren als Franz-Josef Strauss! In CSU-Kreisen gilt Guttenberg (vielmehr Strauss junior) jetzt zwar mehr als rehabilitiert, schliesslich ist er der legitime Erbe in der bayrischen Thronfolge. Die CDU-Spitze stellt sich jedoch quer, da nach unbestaetigten Geruechten Margot Honecker die leibliche Mutter von K.-T. sein soll. Guttenberg tritt inzwischen trotzig die Flucht nach vorn an: indirekt sei er adlig, da drei der sieben Kinder von Frau von der Leyen aus seinen Lenden stammten. Ergebnis bis tief in die Nacht dauernder Gremiensitzungen. Inzwischen behauptet das Model Monica Ivancan seit Jahren ein Doppelleben als Frau zu Guttenberg zu fuehren. Zur Ehrenrettung von Karl-Theodor hat sich jetzt Frederic Prinz von Anhalt bereit erklaert, Guttenberg zu adoptieren. Auch die Hofbiographin der Guttenbergs, Anna von Bayern, bietet ihre Hilfe an, Heirat nicht ausgeschlossen. Nun ist ein Pamphlet Guttenbergs aus Jugendtagen aufgetaucht: „Wie ich die Bundeswehr instrumentalisiere, um endlich einen echten Freistaat Bayern auszurufen.“ Vieles davon, nach Recherchen, aber aus der Feder seines Vaters Franz-Josef, ehemals ja auch Verteidigungsminister. Schade, wieder nix auf dem eigenen Mist gewachsen.

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3 Kommentare zu “Skandal – Guttenberg muss auch Adelstitel zurueckgeben !

  1. Patricia
    20. Februar 2011

    Wie armselig ist diese Hetzjagd von selbsternannten Sachverständigen, die selbst zum Großteil niemals eine akademische Arbeit in Angriff nehmen würden. Oder eine mündliche Doktorprüfung bestehen – oder soll die auch jemand anderes für ihn gemacht haben, ohne dass es die Prüfer merkten? Wer von diesen hämischen Aasgeiern würde so eine Arbeit und Prüfung hinbekommen, nebenbei arbeiten und sich um kleine Kinder kümmern?
    Mir geht es nicht darum, ob es Guttenberg, der Kaiser von China oder der Obdachlose von nebenan ist. Ich finde Abschreiben auch nicht gut. Ich bin Autorin und mag es auch nicht wenn meine Texte geklaut werden. Die Sachverständigen werden zu einer Einschätzung und einem Urteil kommen, und das ist in Ordnung.
    Nicht in Ordnung finde ich das Verhalten der bellenden und geifernden Meute, die sich daran aufgeilen, ohne Ahnung zu haben. Wieviele davon haben in der Schule nie abgeschrieben? Und man sage nicht, das sei was anderes. Ist es nicht. Wieviele davon haben nie bei der Steuererklärung getrickst? Auch das ist nichts anderes. Es ist vorsätzliche Täuschung.
    Vor allem aber haben sie keine Ahnung von der Materie. Wenn jemand den Blinddarm herausgenommen haben muss, kommt auch nicht eine Meute von Sonntagssurfern und setzt das Messer an.
    Sollte Guttenberg (mit Vorsatz) betrogen haben, ist das verwerflich. Nicht minder verwerflich ist diese Art von Vorverurteilung in einem Rechtsstaat. Selbstjustiz ist immer noch verboten.
    Und wenn sie schon stattfinden muss, dann möge man diese Maßstäbe auch auf alle anderen ansetzen. Da dürfte man jahrzehntelang zu tun haben. In allen Parteien. Und auch bei den Jägern im Netz, die so laut, selbstgerecht und oft genug in fehlerhaftem Deutsch mit dem Finger zeigen.
    Und niemand sage mir: „Jaaa…aber der ist eine öffentliche Person mit Verantwortung, der muss ein Vorbild sein“: Richtig. Aber jeder, jeder einzelne der sich zum Richter ernennt, hat in seinem eigenen kleinen Umkreis ebenso Vorbild zu sein. Und wenn er nur den Briefträger kennt

    • zeitspiegel
      20. Februar 2011

      Als Spitzenpolitiker muss man solche Kritik und Häme mindestens ertragen, noch dazu, da schon
      jetzt klar ist, das diese Kritik vollkommen berechtigt ist. Guttenberg hat offensichtlich nicht unerhebliche
      Teile seiner Doktorarbeit kopiert. Das ist mehr als dreist. Wie naiv kann man sein, hier keinen Vorsatz
      zu erkennen? Nebenbei bin ich selbst Doktor und weiß, was für ein Aufwand eine Dissertation ist.
      Guttenberg hat seinen Doktortitel zurückzugeben, kann gerne die nötigen, nicht unwesentlichen,
      Korrekturen vornehmen und sich dann nochmals um diesen Titel bewerben.
      Einen kommenden Bundeskanzler, der so unverblümt abschreibt und täuscht, braucht es nicht.
      Guttenberg kann sich rehabilitieren, aber dann muß er zu seinen Fehlern stehen. In welcher Welt leben
      wir eigentlich? Das ist Demokratie und es ist das gute Recht des Volkes seine vermeintlichen Vertreter
      zu hinterfragen und sich auch über sie lustig zu machen, wenn sie bewusst Unrecht tun. Nebenbei ist diese
      Satire auch nicht bösartig.

  2. Anna
    21. Februar 2011

    Mein Eindruck inzwischen: die immer-noch-Guttenberg-Fans melden sich hier und überall sonst in seinem Auftrag. Ich kann nicht glauben, dass es derart viele gibt, die Hochstapelei von sich aus gut heißen.
    Ich mag weder sie Steuerbetrüger, die Heiratsschwindler, die übrigen Blender und Abzocker, noch einen Möchtegern-Doktor als Politiker.
    Ach ja, ich weiß. Hab manche/n aus finanzieller Bredouille geholfen, die auf Blender hereingefallen sind. Bin immer froh, als Überbringer schlechter Nachrichten nicht geköpft worden zu sein. Das ist oft die erste Reaktion der Ratsuchenden. Da sie aber meinen Rat und meine Hilfe dennoch wollten, sagt mir, sie waren eigentlich drauf vorbereitet.
    Ein Teil, – ich hoffe der größte Teil – wird sich hier in solchen Foren einfinden, weil sie eigentlich auch drauf vorbereitet sind, dass sich der Glanz ihres Idols verpisst hat und nix mehr davon übrig ist. Sie zum Aufwachen bereit sind.
    Ich küsse sie alle wach, mit Freundschaft, wenn sie es zulassen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19. Februar 2011 von in Satire und getaggt mit .
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