Zeitspiegel

Humanismus. Pluralismus. Zeitverständnis.

Got milk ?

Es gibt einige einleuchtende Argumente, die Milch als eingeschraenkt gesundes Lebensmittel kennzeichnen. Als Muttermilch des Kalbs enthaelt sie reichhaltig wachstumsfoerdernde Naehrstoffe, u.a. auch Hormone, die dem menschlichen Organismus nicht zutraeglich sind. Andererseits ist gerade das auch der Vorteil von Milchprodukten: ihr kompakter Energiegehalt und auch ihre Reichhaltigkeit an Mineralien und Vitaminen. Viele Naturvoelker nutzen daher Milch seit Jahrtausenden als Naehrstofflieferant in karger Umwelt. Das Argument, Milch waere ein Allergieausloeser ist wissenschaftlich widerlegt: hier gilt wie bei allen Nahrungsmitteln: entweder man ist allergisch oder eben nicht bzw. vertraegt Milch oder nicht (Lactoseintoleranz). Dass wir in unserer Zivilisationsgesellschaft moderater Milchprodukte konsumieren sollten, steht ausser Zweifel. Die von der Milchindustrie suggerierte uneingeschraenkt gesundheitsfoerdernde Wirkung von Milch ist schlichtweg Propaganda, insbesondere in Verbindung mit Produkten wie Milchschnitte oder gar Nutella. Ausserdem stellt sich natuerlich auch bei Milch die Frage der artgerechten Haltung der Kuehe. In der Werbung ist andauernd von gluecklichen Kuehen die Rede und nahezu immer stehen diese Kuehe auf saftigen gruenen Weiden. Ein Image, das mit der Realitaet nur selten etwas gemein hat. Die Mehrheit steht auf wenig Raum in dunklen Staellen. Auch die Gesetzgebung ist hier gefragt, inwieweit Werbung hier taeuschen darf. Nicht zuletzt muss aber festgehalten werden, dass Milch und ihre Weiterverarbeitungsprodukte schmecken und seit Jahrtausenden in unserer Esskultur einen elementaren Anteil ausmachen. Doch Esskultur und Nahrungsmittelindustrie sind nicht immer kongruent.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 16. Januar 2011 von in Gesellschaft, Wissen.
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